cinescience WIE SCHAFFEN WIR DIE AGRARWENDE? /

Dokumentation von Tatjana mischke und caroline nokel,  swr/ARTE, Thurn film, deutschland 2018, 52 Min.Wie können wir die Menschen in Europa ernähren? Nur mit Hilfe der Chemie – sagen die einen. Aber immer deutlicher bekommen wir zu spüren, dass wir dabei unsere Umwelt und damit unsere Lebensgrundlage zerstören: Das Trinkwasser ist mit Nitrat verschmutzt, die Insekten sterben, die Böden laugen aus. Dass es so nicht weitergehen kann, sehen nicht nur Wissenschaftler und Umweltschützer, sondern auch viele Bauern. Ein Jahr lang begleitet der Film Landwirte, die Alternativen zur industriellen Landwirtschaft suchen, und hinterfragt die Rolle der Verbraucher und der Subventionen der EU.
Mitte Januar forderten zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin zehntausende Teilnehmer bei einer von dem Bündnis „Wir haben es satt“ organisierten Demonstration eine Agrarreform für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Denn die industrielle Landwirtschaft stellt zwar unsere Ernährung sicher und hat Gemüse, Obst und Fleisch billiger gemacht. Immer deutlicher aber bekommen wir ihre Folgen zu spüren: Doch wie schaffen wir die Agrarwende? Welche Alternativen gibt es zur industriellen Landwirtschaft? Ist „Bio für alle“ möglich? Oder lässt sich auch die konventionelle Landwirtschaft in entscheidenden Punkten nachhaltiger gestalten? Welche Rolle spielen wir Verbraucher und die Politik, wenn eine Agrarwende gelingen soll?Die Doku begleitet ein Jahr lang Landwirte in Deutschland und Frankreich, die nach Alternativen suchen: Sven Wilhelm aus dem Renchtal im Schwarzwald stellt seinen Gemüseanbau auf Bio um. In der Umstellungsphase braucht er langen Atem, um zu überleben, da EU Subventionen nur dem konventionellen, großflächigen Anbau nützen. Michael Reber aus Schwäbisch-Hall geht einen Zwischenweg. Statt immer mehr Geld für Mineraldünger und Spritzmittel auszugeben, versucht er, mit speziellem Humusdünger die Bodenfruchtbarkeit auf seinen Äckern zu erhöhen. Und in der Normandie bewirtschaften Perrine und Charles Hervé-Gruyer eine Fläche, die etwa halb so groß ist wie ein Fußballfeld, auf der Grundlage der Permakultur. Mit Erfolg - der Ertrag ist hoch und sichert ihren Lebensunterhalt. Alternativen gibt es also. Doch Tatsache ist: Ohne eine Änderung der Subventionsregeln der EU und dem Ess- und Kaufverhalten der Verbraucher ist eine Agrarwende nicht zu schaffen.
Die Podiumsdiskussion
In Anwesenheit von Tobias Bandel, Agrarwissenschaftler an der Universität Hohenheim und Mitbegründer von Soil & More international und Alain Canet, Agraringenieur und -forstwirt, sowie der Autorin und Regisseurin der Dokumentation Tatjana Mischke .Durch den Abend führt die ARTEModeratorin Emilie Langlade.Im Anschluss laden wir Sie gerne auf einem kleinen Imbiss ein.

Comment réinventer l’agriculture à rebours du modèle industriel ? Éléments de réponse auprès de paysans en France et en Allemagne.
S’il a eu le mérite d’assurer la sécurité alimentaire et de faire chuter les prix des denrées, le système agro-industriel, fruit d’une révolution engagée au cours du XXe siècle, semble aujourd’hui à bout de souffle. Infertilité croissante des sols, pollution des eaux aux nitrates, maladies liées aux pesticides, disparition des insectes et d’innombrables espèces animales… Pour les défenseurs de l’environnement et pour la communauté scientifique – mais aussi pour une bonne partie du monde paysan – il est urgent de changer de cap pour sortir de l’impasse, en s’engageant pour une agriculture durable et respectueuse de l’environnement. Mais par quels moyens ? En France et en Allemagne, ce documentaire accompagne une année durant des paysans en quête de solutions alternatives, et tente de répondre à ces questions essentielles : un passage au tout biologique est-il possible, ou faut-il réformer les règles de l’agriculture conventionnelle ? Quel avenir pour la permaculture, modèle écologique au rendement remarquable ? Les défis d’une autre agriculture aborde également le rôle capital que sera amenée à jouer l’Union européenne – sans oublier les comportements des consommateurs – dans ce changement de paradigme.
Le débat :
Après la projection, Alain Canet, agronome et agroforestier dialoguera avec Tobias Bandel, agronome de formation et responsable de "Soil & More Impacts", une entreprise de développement et de mise en œuvre de stratégies de durabilité pour les industries agro-alimentaires.
La soirée sera animée par la journaliste d'Arte Emilie Langlade.
Une petite collation vous sera offerte à l'issue de la manifestation

Informations

Friday 15 March, 05:30 PM

till Friday 15 March 09:00 PM

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